Venustransit 2004

Mehr als 900 Besucher kamen zwischen 7:20 Uhr und 13:20 Uhr zu den Beobachtungsstationen auf dem Dach der Universität und in Trier-Irsch.
Bei strahlend blauem Himmel bot sich die nur alle 122 Jahre wiederkehrende astronomische Kuriosität den Gästen in verschiedenen Anblicken.
Zunächst konnten viele den Venustransit nicht durch ihre Sonnenfinsternisbrille erkennen. Erst als sie in einem der aufgestellten Fernrohre sehen konnten, was sie durch die Sonnenfinsternisbrille suchen mussten, gelang auch die Beobachtung ohne Fernrohr.
Dennoch gab erst ein Blick durch das Cassegrain-Spiegelteleskop oder den Coudè-Refraktor oder das Newton-Spiegelteleskop einen Eindruck von dem gewaltigen Größenunterschied von Venus und Sonne.
Sowohl beim Beginn des Transits als auch beim Ende war an dem Teil der Venus, der nicht vom Sonnenhintergrund umgeben war, ein feiner heller Ring zu sehen. Wir deuten diese Erscheinung als Auswirkung der Venus-Atmosphäre, die das von hinten auf den Rand der Venus auftreffende Sonnenlicht bricht und zu uns lenkt.
Die zum großen Teil von Markus Weber aufgenommenen Fotos in der Bildergalerie zeigen den Transit in verschiedenen Phasen.

Den ganzen Vormittag über berichtete ein Reportagewagen des Südwestfunks vom Verlauf des Transits.

Mit Begeisterung schilderten die Schülerinnen und Schüler einer sechsten Klasse des Max-Planck-Gymnasiums Trier, die mit StR Jürgen Schön zur Sternwarte gekommen waren, dem Reporter ihre Eindrücke.

Erwachsene aller Altersgruppen und zahlreiche Familien mit kleineren Kindern wollten das Jahrhundertereignis sehen.